Impressionen meiner Arbeit


Therapie - strukturelle & craniosacrale Osteopathie - Faszienbehandlung



Praxisbeispiel Thermografie

Pferde können normalerweise ermüdungsfrei im Stand ruhen, das bedeutet, dass sie fast keine Muskelkraft benötigen um stehen oder ruhen zu können.
Leider sieht man in der Praxis immer mehr Pferde, die bereits Schonhaltungen bzw. Kompensationshaltungen eingenommen haben um Schmerzen zu vermeiden. Typische Zeichen sind, dass diese Pferde nicht mehr im Lot stehen. Sie stellen die Hinterhand entweder vermehrt unter den Körper oder weiter nach hinten. Der Brustkorb kippt nach vorne über oder Rücken hängt deutlich durch. Zusätzlich wird ein Vorder und/oder ein Hinterbein mehr aus der Last genommen und nach vorne gestellt. All dies sind Zeichen, dass die Muskulatur vermehrte Haltearbeit leisten muss, damit das Pferd stehen oder ruhen kann. Die Muskulatur befindet sich in einer Dauerkontraktion. Dies bedeutet, dass die betroffene Muskulatur nicht mehr physiologisch an und abspannen kann, sondern nur noch anspannt.

Die beiden Pferde in den Praxisbeispielen sind 8 und 6 Jahre alt.

Die Bilder sind bewußt in grau und rot gewählt, damit die auffälligen Bereiche besser sichtbar sind.

Beispiel 1:

Dieses Pferd hatte u.a. Rückenschmerzen und hatte schon im Stand eine Schonhaltung eingenommen. Die roten Flecken sind die Bereiche mit der höchsten gemessenen Abstrahlung. Auf dem Rückenbild sieht man den Bereich der schmerzhaft ist. Auf dem Bild von der Seite kann man die Muskulatur sehen, die schon im Stand vermehrte Haltearbeit leisten muss. Das Pferd hat die Hinterhand weiter unter den Körper gestellt und der Brustkorb "kippt" nach vorne über. Dadurch muss die Rumpftragemuskulatur mehr Arbeit leisten, es entsteht eine Dauerkontraktion der Muskulatur.


Beispiel 2:

Auch in diesem Beispiel hat das Pferd ebenfalls u.a. Rückenschmerzen und auch dieses Pferd befindet sich in einer Kompensationshaltung/Schonhaltung um Schmerzen zu vermeiden. Auch hier kann man die Muskulatur (vor der Schulter) gut erkennen, die bereits im Stand vermehrte Haltearbeit leisten muss. Es stellt sich die Frage ob und wie dieses Pferd noch zusätzliches Reitergewicht tragen kann?


Praxisbeispiel Freiarbeit

Als Kind habe ich immer von einem eigenen Pferd geträumt. Einfach Zeit mit meinem Pferd verbringen. Auf der Weide sitzen und ihm/ihr beim Grasen zusehen. Mit meinem eigenen Pferd spielen und Spaß haben.

 

Heute habe ich ein eigenes Pferd und verwirkliche mir so oft wie möglich diesen Traum. Ich sitze auf der Weide und schaue den Pferden zu, versuche Teil der Herde zu sein und Spaß mit den Pferden zu haben. Dafür muss ich nicht immer reiten. Zu lange habe ich geglaubt, dass ich ja dies oder das oder jenes mit meinem Pferd machen muss. In den Ställen in denen ich vorher mit Handria habe ich mich regelrecht unter Druck gesetzt gefühlt reiten zu müssen. Oder dies oder das oder jenes machen zu müssen. Der Spaß mit ihr ging zeitweise fast verloren. Es fühlte sich nicht so leicht an, wie ich es mir als Kind gewünscht habe.

Daher habe ich mir die Frage gestellt:
Ist reiten denn wirklich alles was ich mit meinem Pferd machen möchte? Geht es denn immer nur um das Pferdetraining?
Die Antwort war eigentlich relativ einfach:
Es gibt so viele schöne Dinge, die wir mit unseren Pferden machen können um die Beziehung  zu stärken. Sie schön und stolz zu machen. Und ganz nebenbei können sie auch dabei ebenfalls gute Muskulatur entwickeln und das Körpergefühl stärken.

 

Für mich war das sehr befreiend, es hat alles viel leichter werden lassen. Seither steht die Freude für beide Seiten im Vordergrund.

Dieses kurze Video ist in der Freiarbeit mit meiner Stute Handria entstanden. Ich arbeite sehr gerne mit ihr frei. Die Peitsche dient hier als Kommunikationsmittel und wird von mir ausschließlich als verlängerter Arm genutzt. Eine Gerte oder Peitsche sollte niemals zur Bestrafung genutzt werden.

Als Lob setzte ich meine Stimme und Streicheleinheiten ein.

 

In diesem Video ist sehr schön zu sehen, dass ich den "Kontakt" zu Handria einen Moment verliere, als ich mich kurz umdrehe. In diesem Moment spiegelt sie mich umgehend. Dies ist für mich wieder ein tolles Beispiel, wie sehr die Pferde auf uns und unsere Körpersprache achten.


Praxisbeispiel Hufsituation

Gesunde und funktionelle Hufe sind für Pferde extrem wichtig. Daher habe ich immer einen besonderen Augenmerk auf die Hufsituation, denn nur so kann den Pferden auch wirklich ganzheitlich geholfen werden. Sind die Hufe nicht funktionell für das Pferd kann ich so viel behandeln wie ich möchte, ich werde keine optimale Situation für das Pferd schaffen können. Mir ist daher die Zusammenarbeit mit Ihrem Hufbearbeiter sehr wichtig. 

Unten ein Praxisbeispiel eines Kundenpferdes: 

Links im Bild der Huf eines großen Warmblüters. Die Hufe wurden regelmäßig alle 6 Wochen bearbeitet. Jedoch war dieser Status für das Pferd nicht tragbar. Das Pferd hatte deutliche Kompensationsmuster entwickelt. 
Die Hufbearbeitung wurde entsprechend angepasst. 

Das Bild rechts daneben zeigt den gleichen Huf einige Monate später. 
Man sieht eine deutliche Veränderung der Situation. Noch nicht optimal, aber für das Pferd eine wesentliche Verbesserung. Man konnte dies sofort auch im Bewegungsablauf des Pferdes sehen.  

Beide Bilder sind vor der Bearbeitung entstanden. 


Praxisbeispiel Zahnstatus

Ebenso wie die Hufe schaue ich mir auch den Zahnstatus der Pferde an, denn auch hier können viele körperliche Probleme entstehen. 

 

Das linke Bild ist ein Praxisbeispiel eines Kundenpferdes. Dieses hatte u.a. einen beginnenden Einbiss. 
Das Pferd ist nicht mehr in der Lage seinen Unterkiefer frei zu bewegen. Blockierungen im Kiefergelenk, sowie Verspannungen sind die Folge. Oft findet man die Kompensationen aufgrund der Verbindung über die faszialen Ketten bis in den Bereich der Hinterhand.


Praxisbeispiel Muskelfaserriss

Bei der Untersuchung der Pferde schaue ich nach alten Verletzungen,  Narben, Muskelfaserrissen, Veränderungen im Fell oder sonstigen Auffälligkeiten.

Ein Muskelfaserriss kann sehr tief ins Gewebe gehen und so die Funktion des Muskels stark einschränken. Kompensationen sind die Folge, die wiederum zu Verspannungen und Blockierungen führen können. 

 

Hier ein Praxisbeispiel von einem recht auffälligen Muskelfaserriss.